Mit dem Übergang vom Sommer zum Winter sind sie wieder vermehrt unterwegs: Wildschweine, gerne auch mit etlichen Frischlingen.

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Der Klimawandel und auch die letzten Jahre mit vielen Bucheckern und Eicheln haben ihre Anzahl stark anwachsen lassen.

Kollegen, die im Bergischen Land unterwegs sind, kennen die Gefahr. Doch die steigende Anzahl an Wildschweinen sorgt für Wanderungsbewegungen der Tiere bis in die Randgebiete der Städte hinein. Dort sind sie dann insbesondere in den Dämmerungsstunden unterwegs und kreuzen die Straßen.

Wer glaubt, er kenne die üblichen Wege und Pfade der Tiere, der sollte sich nicht zu sicher sein. Immer häufiger tauchen sie auch an unbekannter Stelle auf.

Ein Zusammenstoß eines fahrenden PKW mit einem Wildschwein kann üble Folgen haben. Aufgrund des Gewichtes der Tiere (bis zu 200kg) können massive Schäden entstehen, natürlich leider auch mit entsprechenden Folgen für das Tier.

Achtet daher in der Dämmerung auf Spuren der Tiere: Am Straßenrand aufleuchtende Augenpaare, Bewegungen am Rand der Fahrbahn etc.

Wenn schon ein Tier die Straße kreuzt, unbedingt anhalten und die Warnleuchte betätigen. Da Wildschweine immer im Rudel unterwegs sind, können da noch weitere folgen.

Ist es doch passiert, dann erst mal Ruhe bewahren und die Warnleuchte anstellen. Euch ist dann hoffentlich nichts passiert. Wenn Ihr aussteigt, seid Euch sicher, dass die Tiere entweder das Weite gesucht haben oder aber tot sind, denn ein verletztes Tier kann äußerst gefährlich sein.

Versucht, die Unfallstelle abzusichern (Warndreieck etc.) und ruft auf jeden Fall die Polizei zur Unfallaufnahme. Dies aus mehreren Gründen:

  1. Der Unfall wird als Wildunfall bei einer entsprechenden Teilkaskoversicherung ersetzt. Dafür braucht Ihr z.B. den Unfallbericht der Polizei.
  2. Die Polizei benachrichtigt den zuständigen Jagdpächter, der insbesondere im Falle eines verletzten Tieres sofort handeln muss.
  3. Die Polizei hilft bei entsprechenden Folgen auch bei der Absicherung des Wagens und der Organisation des Abschleppwagens.

Besonders gefährdet sind vor allem Fußgänger, Fahrradfahrer und Fahrer von Rollern mit E-Antrieb, da sie besonders leise sind und von den Tieren zu spät wahrgenommen werden!